Dienstag, 2. Mai 2006
Karriereentscheidungen
Ich habe ja noch keine Tätigkeit gefunden, von der ich so dermaßen begeistert bin, dass ich sie mein restliches Leben lang ausüben möchte. Ich bin immer noch dabei, so etwas zu suchen. Dabei probieren ich tatsächlich alles mögliche aus. Derzeit: Filmemachen. Bisheriges Fazit: Ich kann die meisten Schauspieler nicht ausstehen, und habe keine Lust mit solchen Menschen zusammenzuarbeiten. Spielfilmemacher kenn ich auch fast nur nervige Narzissten.
Wenn, dann also dokumentarisch-journalistisches. Macht Spaß, aber fiebriger Enthusiasmus? Nö. Noch nicht.

Was noch aussteht, da diese Kunstform mich schon viel länger berührt als Filme: Musikmachen. Ich will nochmal in einer Band so richtig rocken. Schlagzeug oder Bass. Instrumente kann ich schnell lernen, darauf kommts mir auch nicht so wirklich an.

Und so nebenher eher unerfolgreich dümpelt natürlich noch mein eigentlich irre prestigeträchtiges Studium vor mich hin, das mir nach Abschluss sicher schnell einen vernünftigen, akzeptablen und sogar anständig bezahlten Job verschaffen würde. Auch die Angst vor dem ungewissen Danach schmälert jedoch meinen Ehrgeiz.

Neulich habe ich einen Artikel gelesen, in dem empfohlen wurde, dass Spaß ein vollkommen blödsinniges Kriterium bei der Berufswahl sei. Man solle, so der Wirtschaftsphilosoph, gefälligst das tun, worin man gut sei, und nicht, was einen reize. Das würde alles in allem viel mehr Leute glücklicher machen.

Dies alles wälzt nun schon seit einiger Zeit so in meinem Kopf umher, Tendenzen sind leider noch nicht erkennbar.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 29. April 2006
Ach, verdammt
Meine ständige Negativität, woher kommt die nur? Von allen Personen meist und vor allem die miesen Eigenschaften sehen, sich ständig enttäuscht fühlen, und doch bestätigt, "die Menschen sind eben alle schlecht", woher kommt das bloß, und, wichtiger und interessanter: Kann ich dagegen vielleicht irgendwas unternehmen?

... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 25. März 2006
Personals
Also, so prinzipiell hab ich ja nix gegen Partnerbörsen. Auf Partnerkontaktanzeigen habe ich noch nie geantwortet, aber mit Anzeigen zur Aktivitätspartnersuche habe ich bislang nur beste Erfahrungen gemacht. Selbst wenn man noch so sozial umtriebig ist und tausend Leute kennt, am präzisesten formulieren, was man sucht, also, gleich mal die Erwartungen klarkriegen und Enttäuschungen vorbeugen, kann man in so einer Anzeige. Das funktioniert natürlich, so denke ich mir, auch bei der Partnerwahl.

Und gelegentlich, wenn mir langweilig ist, lese ich ein paar Anzeigen durch. In der Berliner Zitty spricht mich pro Ausgabe im Durchschnitt eine Anzeige an, auf die ich überhaupt nur in Erwägung ziehen würde, zu antworten. Sollte ich mal ernsthaft suchen, wird das also eine zähe Angelegenheit.

Ich habe einmal von einem Freund erfahren, dass er seine aktuelle Beziehungskiste über eine Internetpartnerbörse kennengelernt habe - da habe ich mich auf der Seite angemeldet, um mich mal über sein Profil amüsieren zu können, ich habe es allerdings leider nicht gefunden.

Und gerade habe ich mal gelangweilt auf einer der wenigen interessanteren Partnerseiten gesurft - und da stosse ich auf ein Photo! Von jemandem, dem ich nicht persönlich, allerdings über sehr wenige Ecken und aus der Ferne kenne, und dessen ausführliches Profil - wie auch Sekunden später die Google-Bildersuche - die Vermutung bestätigt. Ich weiss also, wie dieser Typ, dessen ausführliche Kontaktseite ich da gerade mit Photo gefunden habe, im wirklichen Leben heisst.

Allein das ist ein Grund, höllisch aufzupassen, dass übers Namengooglen niemals ein Bild von mir zu finden ist.

Und weil er durchaus schnuckelig ist, meine offene Fernbeziehung gerade etwas rumwankt, und das wenige, was ich über sein wirkliches Leben weiss, mich durchaus anspricht: Wäre das jetzt eigentlich irgendwie unethisch von mir, mit ihm Kontakt aufzunehmen, mit dem Wissensvorsprung, den ich habe?

... link (0 Kommentare)   ... comment